Referenzen werten Bewerbungen auf

Auf Jobsuche? Bewerbungen mit Referenzen aufwerten


Der Lebenslauf ist nach wie vor das Herzstück einer Bewerbung. In der Regel liest ihn der potenzielle Arbeitgeber zuerst. Die Glaubwürdigkeit unterstreichen Aufgaben und Erfolge durch beigefügte Arbeitszeugnisse und Aussagen bisheriger Arbeitgeber. Schon länger bröckelt die Glaubwürdigkeit vor sich hin. Personaler zweifeln schon länger die Aussagekraft von Zeugnissen an. Arbeitgeber befinden sich zwischen zwei Stühlen. Einerseits ist der Aussteller des Zeugnisses nicht nur der Wahrheit, sondern auch zum Wohlwollen gegenüber dem ausscheidenden Mitarbeiter verpflichtet. Auf der anderen Seite bitten viele Personalverantwortliche aus Angst vor Fehlern, Zeitnot oder Bequemlichkeit ihre Mitarbeiter, sich selbst ein Zeugnis zu schreiben.

Referenzen einholen beim ehemaligen Arbeitgeber

Kommt ein Bewerber in die engere Wahl, bitten immer mehr Arbeitgeber um Angabe von Referenzen, um Informationen über ihn bei früheren Vorgesetzten direkt einzuholen. Bewerber können selbst geeignete Referenzgeber aufführen und so auf Nummer sicher gehen. 

Weshalb nehmen Referenzen an Bedeutung zu? Arbeitszeugnisse sind als Referenz in den Bewerbungsunterlagen noch notwendig, verlieren aber zunehmend an Gewicht und Glaubwürdigkeit. Als Bewerber hebt sich positiv ab, wer in seinen Bewerbungsunterlagen ehemalige Vorgesetzte mit Telefonnummer und ggf. E-Mail-Adresse angibt. Allerdings sollte diese Personen vorher um Erlaubnis gebeten werden und sichergestellt sein, dass sie dem Bewerber auch tatsächlich wohlgesonnen sind.

Welche Personen sind ideale Referenzgeber?

Unterzeichner von Arbeitszeugnissen als direkte Vorgesetzte sind ideale Referenzgeber. Ebenso Personalverantwortliche oder Geschäftsführer. Je höher ein Referenzgeber in der Hierarchie angesiedelt ist, umso beeindruckender fällt die Referenz aus. War das Vertrauensverhältnis sehr eng, werden die Bewerber auch vor dem potenziellen Arbeitgeber sicher gelobt.

In beruflichen Netzwerken wie LinkedIn oder XING ist es zwischenzeitlich sogar üblich, dass auch Kollegen oder Mitarbeiter eine Referenz abgeben. Beim Referenzgeber sollte der volle Namen und seine (damalige) Position ersichtlich sein. 

Referenzen und ihre Platzierung

Zwei bis drei Referenzen sind in der Regel ausreichend. Es ist der Geschmack eines jeden, an welcher Stelle in den Bewerbungsunterlagen diese platziert werden. Man kann sie bei der jeweiligen beruflichen Station, am Ende des Lebenslaufs oder auf einem, noch vor den Arbeitszeugnis erscheinenden Blatt aufführen. Die letzte Variante fällt am ehesten ins Auge und überfrachtet den Lebenslauf nicht. Wer möchte, kann durchaus ein lobendes Zitat des Referenzgebers mit dazusetzen. Der gute Ton des Arbeitgebers setzt den Bewerber vorher in Kenntnis, ob er angegebene Referenzen kontaktieren wird. Das Kontaktieren von Referenzen ohne Kenntnis des Bewerbers zeugt nicht von gutem Stil des Arbeitgebers und ist verpönt.

Persönliche Referenzen ersetzen kurz- und mittelfristig die Arbeitszeugnisse nicht. Im deutschsprachigen Raum werden sie langfristig immer interessanter. Personaler und Unternehmensinhaber kleinerer Unternehmen erkundigen sich immer öfter bei vorherigen Arbeitgebern. Bei Bewerbern, die einige Jahre im Ausland in Ländern gelebt haben, wo Arbeitszeugnisse nicht denselben oder keinen Stellenwert haben, nehmen Referenzen bereits heute den Stellenwert von Arbeitszeugnissen ein. Eine gute Ergänzung und Aufwertung einer Bewerbung sind sie in jedem Fall.

 

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